
Matobo National Park
Wo uralte Granitfelsen aus der Erde wachsen wie versteinerte Wellen und die Geschichte Afrikas in Stein, Wildnis und Stille weiterlebt.
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Handverlesene Unterkünfte für Ihren Aufenthalt in Matobo National Park.
Eine Landschaft wie aus einer anderen Zeit
Südlich von Bulawayo liegt mit dem Matobo-Nationalpark eine der außergewöhnlichsten Landschaften Afrikas. Auf einer Fläche von rund 425 Quadratkilometern erheben sich gewaltige Granitkuppen, sogenannte Kopjes, aus den Ebenen und formen eine Kulisse, die über Jahrmillionen von Wind und Wetter modelliert wurde. Die Region wirkt beinahe surreal: Felsen balancieren scheinbar schwerelos übereinander, während uralte Bäume zwischen den Granitformationen wachsen. Seit 2003 zählt Matobo als UNESCO-Weltkulturerbe – anders als die naturbezogenen Welterbestätten Victoria Falls oder Mana Pools wird Matobo für seine außergewöhnliche Kulturlandschaft gewürdigt, die weit über Zimbabwe hinaus Bedeutung besitzt. Bereits bei der Ankunft entsteht das Gefühl, einen Ort zu betreten, an dem Natur, Mythologie und Geschichte untrennbar miteinander verbunden sind.
Nashörner, Walking Safaris und uralte Felskunst
Matobo bietet ein Safari-Erlebnis, das sich deutlich von den großen Wildnisgebieten des südlichen Afrikas unterscheidet. Statt endloser Savannen stehen hier persönliche Begegnungen mit der Landschaft und ihren Bewohnern im Mittelpunkt. Der Matobo-Nationalpark, international als Matobo National Park bekannt, zählt zu den besten Orten Afrikas für die Beobachtung von Spitz- und Breitmaulnashörnern zu Fuß – begleitet von erfahrenen, bewaffneten Rangern, die engen Kontakt zu den Tieren und deren Verhalten kennen. Geführte Walking Safaris ermöglichen außergewöhnlich intensive Naturerlebnisse und eröffnen Perspektiven, die von Fahrzeugen aus verborgen bleiben. Gleichzeitig beherbergt die Region eine der bedeutendsten Sammlungen prähistorischer Felsmalereien Afrikas: Tausende von San-Felszeichnungen, einige über 2.000 Jahre alt, erzählen von einer Kulturgeschichte, die sich über Jahrtausende erstreckt und Matobo zu einer der wichtigsten archäologischen Landschaften des Kontinents macht.
Idealer Baustein für kultur- und naturorientierte Rundreisen
Die beste Reisezeit für Matobo liegt zwischen Mai und Oktober, wenn angenehme Temperaturen und trockene Bedingungen optimale Voraussetzungen für Walking Safaris schaffen. Für ein intensives Erlebnis empfehlen sich zwei bis drei Nächte. Die Region lässt sich hervorragend mit Hwange National Park und Victoria Falls kombinieren und ergänzt klassische Safari-Routen um eine faszinierende kulturelle Dimension. Besonders für erfahrene Afrika-Reisende bietet Matobo jene seltene Mischung aus spektakulärer Landschaft, exklusiven Naturerlebnissen und historischem Tiefgang, die lange in Erinnerung bleibt.
Was Sie über den Matobo National Park wissen sollten
Die Walking Safaris werden ausschließlich von erfahrenen, bewaffneten Rangern begleitet, die das Verhalten der Nashörner genau einschätzen können und sich den Tieren mit größtmöglicher Vorsicht und ausreichendem Sicherheitsabstand nähern. Trotzdem handelt es sich um eine Begegnung mit Wildtieren zu Fuß, die etwas Kondition und die Bereitschaft erfordert, den Anweisungen des Guides jederzeit exakt zu folgen.
Auf dem "World's View" genannten Aussichtspunkt im Park liegt das Grab des britischen Kolonialisten Cecil Rhodes, der die Region maßgeblich prägte. Der Ort ist historisch bedeutsam, aber auch politisch umstritten, da Rhodes' koloniales Erbe in Zimbabwe kontrovers diskutiert wird. Guides ordnen die Hintergründe bei einem Besuch üblicherweise differenziert ein.
Anders als in den großen, fahrzeugbasierten Safari-Gebieten Südafrikas erfolgt die Nashorn-Beobachtung in Matobo überwiegend zu Fuß, was ein deutlich intensiveres und persönlicheres Erlebnis ermöglicht. Zudem verbindet Matobo die Tierbeobachtung einzigartig mit einer bedeutenden archäologischen Kulturlandschaft – eine Kombination, die in dieser Form kaum anderswo in Afrika zu finden ist.
Matobo liegt nur etwa 35 Kilometer südlich von Bulawayo, Zimbabwes zweitgrößter Stadt, und ist von dort in rund 40 bis 45 Minuten mit dem Auto erreichbar. Bulawayo verfügt über einen eigenen Flughafen mit Anbindung an Harare und Johannesburg, wodurch sich ein Matobo-Aufenthalt gut mit einem kurzen Stadtaufenthalt oder als eigenständiger Programmpunkt vor einer Weiterreise nach Hwange kombinieren lässt.
