Zum Hauptinhalt springen
Kleines Buschflugzeug und Safari-Fahrzeug auf einer Landepiste in der Wildnis Botswanas. Reisende wechseln vom Flugzeug in den Geländewagen und beginnen ihre Flugsafari zu den abgelegenen Naturparadiesen des Okavango-Deltas und anderer Schutzgebiete.
Ratgeber

Fly-In-Safari: Wie sie abläuft und für wen sie sich lohnt

Porträtfoto von Arber im dunklen Hemd, lächelnd mit einem Smartphone in der Hand von Arber Gjidoda 6 Min. Lesezeit

Kurz beantwortet: Wie eine Fly-In-Safari funktioniert

Bei einer Fly-In-Safari werden die Camps nicht über Straßen, sondern mit kleinen Buschflugzeugen verbunden. Statt acht Stunden Piste sind es vierzig Minuten in der Luft – und Sie landen auf einer Sandpiste mitten im Wildnisgebiet, wo Sie der Guide bereits erwartet. In Botswana und Sambia ist das nicht nur bequem, sondern oft die einzige Möglichkeit überhaupt: Viele Camps haben schlicht keine Straßenanbindung.

Merkmal Was Sie erwartet
Flugzeugtyp Cessna Caravan und ähnliche, meist 6 bis 12 Sitze
Flugdauer je Etappe Meist 30 bis 90 Minuten
Gepäcklimit Meist 15 bis 20 kg inklusive Handgepäck
Gepäckart Weiche Tasche ohne Gestell, kein Hartschalenkoffer
Flughöhe Niedrig – Landschaft und Tiere sind sichtbar
Zwischenlandungen Möglich, Flugzeuge bedienen mehrere Camps
Typische Länder Botswana, Sambia, Tansania, Namibia, Simbabwe
Preisniveau Deutlich über Selbstfahrer-Reisen

Warum viele Camps nur aus der Luft erreichbar sind

Das Okavango-Delta ist der klarste Fall. Es ist ein weit verzweigtes Wasserlabyrinth, dessen Inseln je nach Flutstand erreichbar sind oder nicht. Eine Straße dorthin zu bauen wäre ökologisch unsinnig und praktisch kaum machbar. Ähnlich liegt es bei den Konzessionen in Linyanti und Selinda, in Teilen des South Luangwa und an der namibischen Skelettküste.

Genau diese Unzugänglichkeit ist der Grund, warum dort überhaupt noch unberührte Wildnis existiert – und warum sich auf mehreren Hundert Quadratkilometern oft nur ein einziges Camp mit acht bis zwölf Betten befindet. Das Flugzeug ist also kein Luxus-Accessoire, sondern die logische Folge des Schutzmodells. Mehr dazu in Nationalpark, Wildreservat oder private Konzession.

Wie ein Flugtag abläuft

Nach der Morgenpirsch und dem Frühstück bringt Sie der Guide zur Landepiste des Camps – meist eine gewalzte Sandbahn, manchmal zehn Minuten entfernt, manchmal direkt nebenan. Dort warten Sie unter einem Baum, bis die Maschine kommt. Es gibt kein Terminal, keine Sicherheitskontrolle und keinen festen Fahrplan im klassischen Sinn.

Der Pilot wägt das Gepäck und manchmal auch die Gäste – bei einem Kleinflugzeug ist die Gewichtsverteilung relevant, das ist Routine und kein Anlass zur Sorge. Dann geht es los, oft mit einer oder zwei Zwischenlandungen an anderen Camps, weil die Maschinen auf Rundkursen fliegen. Rechnen Sie also damit, dass eine Etappe länger dauert als die reine Flugzeit.

Geflogen wird niedrig, meist zwischen 300 und 600 Metern über Grund. Das macht den Flug selbst zum Erlebnis: Elefantenherden, die Wasserwege des Deltas, die Struktur der Landschaft – Perspektiven, die man vom Fahrzeug aus nie bekommt. Fast alle unsere Gäste nennen diese Flüge hinterher als eigenen Höhepunkt, nicht als Transfer.

Das Gepäck: der häufigste Stolperstein

Hier verkalkulieren sich die meisten. Das Limit liegt bei den meisten Anbietern zwischen 15 und 20 Kilogramm – einschließlich Handgepäck und Kameratasche. Und verlangt wird eine weiche Reisetasche ohne durchgehendes Gestell und ohne ausklappbare Rollen, weil die Frachträume schmal und gebogen sind. Ein Hartschalenkoffer passt physisch nicht hinein.

Das ist weniger dramatisch, als es klingt: Nahezu alle Camps waschen täglich, meist kostenfrei. Kleidung für drei bis vier Tage reicht auch auf einer zweiwöchigen Reise. Die vollständige Liste steht in unserer Safari-Packliste. Die genauen Werte hängen von Fluggesellschaft und Strecke ab – wir bestätigen sie Ihnen vor der Reise verbindlich.

Für wen sich eine Fly-In-Safari lohnt

Wenn die Zeit begrenzt ist. Der größte Gewinn ist nicht Komfort, sondern Reisezeit. Was an Fahrtagen wegfällt, wird zu zusätzlichen Pirschfahrten. Sechs Nächte reichen damit für zwei bis drei sehr unterschiedliche Gebiete – in Namibia bräuchte dieselbe Abwechslung die doppelte Zeit. Die Rechnung dazu steht in Wie viel Zeit brauche ich für welches Land?

Wenn Sie in die abgelegensten Gebiete wollen. Die Camps mit der niedrigsten Besucherdichte sind fast ausnahmslos Fly-In-Camps. Wer echte Einsamkeit sucht, kommt an der Luft nicht vorbei.

Wenn Sie nicht selbst fahren möchten. Keine Pisten, keine Navigation, keine Tankstopps – Sie werden abgeholt, geflogen und wieder abgeholt. Die Abwägung gegenüber der Selbstfahrervariante steht in Selbstfahrer oder geführte Safari.

Wann eine Fly-In-Safari nicht die richtige Wahl ist

Bei ausgeprägter Flugangst sollten Sie ehrlich abwägen. Kleinflugzeuge liegen unruhiger in der Luft als Verkehrsmaschinen, besonders mittags bei Thermik über aufgeheiztem Boden. Wer damit Probleme hat, ist in Namibia oder Südafrika als Selbstfahrer besser aufgehoben. Ein Tipp, falls Sie es dennoch versuchen: Morgenflüge sind in der Regel ruhiger als Mittagsflüge.

Auch das Budget ist ein Faktor – Fly-In-Reisen liegen deutlich über Mietwagen-Rundreisen, weil zu den Charterflügen meist Camps in Konzessionen kommen. Und wer viel Fotoausrüstung mitnimmt, stößt am Gepäcklimit schneller an die Grenze als gedacht.

Die Mischform, die wir oft empfehlen

Eine Reise muss nicht vollständig geflogen werden. Häufig kombinieren wir eine Selbstfahrer-Route mit einem oder zwei Flugabschnitten – etwa die klassische Namibia-Runde mit dem Fahrzeug und einem Fly-In ins Kaokoveld oder an die Skelettküste. So bekommen Sie die Freiheit des Selbstfahrens und erreichen trotzdem Gebiete, die sonst außer Reichweite bleiben, ohne die gesamte Reise auf Flugniveau zu heben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Fly-In-Safari?

Eine Safari, bei der die Camps mit kleinen Buschflugzeugen statt über Straßen verbunden werden. In Botswana und Sambia häufig die einzige Möglichkeit, die Camps überhaupt zu erreichen.

Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen?

Meist 15 bis 20 Kilogramm einschließlich Handgepäck, in einer weichen Tasche ohne Gestell. Hartschalenkoffer passen nicht in die Frachträume. Die genauen Werte hängen von Fluggesellschaft und Strecke ab.

Sind Buschflugzeuge sicher?

Die etablierten Betreiber im südlichen und östlichen Afrika fliegen seit Jahrzehnten unter behördlicher Aufsicht, und die Piloten sind auf Buschpisten spezialisiert. Wir arbeiten ausschließlich mit eingeführten Gesellschaften.

Wie lange dauern die Flüge?

Meist 30 bis 90 Minuten pro Etappe. Weil die Maschinen auf Rundkursen mehrere Camps bedienen, kann eine Verbindung mit Zwischenlandungen länger dauern als die reine Flugzeit.

Kann ich bei Flugangst eine Fly-In-Safari machen?

Es ist unruhiger als in einer Verkehrsmaschine, besonders mittags. Bei ausgeprägter Flugangst raten wir eher zu Namibia oder Südafrika als Selbstfahrer-Reise. Morgenflüge sind ruhiger als Mittagsflüge.

Sieht man vom Flugzeug aus Tiere?

Ja, häufig. Geflogen wird niedrig, meist zwischen 300 und 600 Metern. Elefantenherden, Büffel und die Struktur des Deltas sind gut zu erkennen – für viele Gäste ist der Flug ein eigener Höhepunkt.

In welchen Ländern sind Fly-In-Safaris üblich?

Vor allem in Botswana und Sambia, wo viele Camps keine Straßenanbindung haben. Außerdem in Tansania für die Südroute und nach Mahale, in Simbabwe und in Namibia für Kaokoveld und Skelettküste.

Wir planen Ihre Flugroute

Bei einer Fly-In-Safari entscheidet die Reihenfolge der Camps darüber, wie viele Flugstunden und Zwischenlandungen zusammenkommen. Wir stimmen die Route so ab, dass Sie nicht halbe Tage in der Luft verbringen, und bestätigen Ihnen die Gepäckgrenzen Ihrer Strecken verbindlich. Einen Überblick über unsere Flugreisen finden Sie unter Fly-In-Safaris. Fordern Sie jetzt unverbindlich Ihr individuelles Angebot an.

Passende Reise zum Artikel
Nahaufnahme eines Leoparden, der entspannt auf einem Baum im Okavango-Delta in Botswana liegt und aufmerksam durch die Äste blickt.

Wings over Botswana

Von smaragdgrüne Wasseradern zu endlosen Salzpfannen, eine Fly-in-Safari für alle Sinne

7 Tage ab ab 6.964 €
Reise entdecken
Porträtfoto von Arber im dunklen Hemd, lächelnd mit einem Smartphone in der Hand
Über den Autor

Arber Gjidoda

Gesellschafter
Ihr Afrika-Spezialist für Südafrika

Lassen Sie uns Ihre Traumreise gemeinsam planen

Unsere Reise-Experten beraten Sie gerne unverbindlich.

Reise anfragen

Kontakt

Lassen Sie uns Ihre
Traumreise planen

Unsere Afrika-Experten beraten Sie persönlich und erstellen ein individuelles Angebot – kostenfrei und unverbindlich.

Adresse

Jacana Tours GmbH - Afrika Reiseveranstalter
Willibaldstraße 27
80689 München
DE

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 10:00 – 16:00 Uhr
Wir bitten um vorherige Terminvereinbarung für Beratungen (auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten).

Unverbindliche Anfrage

Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.