São Tomé und Príncipe

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Bizarre Vulkane, menschenleere Strände, undurchdringlicher Regenwald, Plantagen aus der Kolonialzeit - und die beste Schokolade der Welt - all das findet man auf São Tomé und Príncipe. Noch gelten diese Inseln als Geheimtipp und sind eher ein Ziel für Naturliebhaber und erfahrene Afrika-Reisende, die schon einige Safaris auf der Suche nach Großwild hinter sich haben und jetzt eher das alte, vergessene Afrika suchen.  

SAO-Principe-küste
 
Der kleine Inselstaat ist Afrikas zweitkleinste Nation und liegt etwa 220 km vor der westafrikanischen Küste im Golf von Guinea. Die Bevölkerung ist Besuchern gegenüber sehr freundlich und interessiert. Nach westlichen Maßstäben leben die meisten zwar in Armut, aber durch die Fruchtbarkeit der Inseln und den reichen Fischbestand muss hier niemand hungern. Diese doch recht stressfreie Lebensweise ist nicht zuletzt die Ursache des Mottos der Inseln: „leve, leve“ - am besten übersetzt mit ‚immer mit der Ruhe‘.

Die ab dem 15. Jahrhundert zum portugiesischen Weltreich zählende Inselrepublik erlebte ihre Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert mit dem Anbau von Zuckerrohr, wofür eine große Anzahl von Sklaven vom afrikanischen Festland auf die Inseln gebracht wurden. Dadurch entstand eine bunte Mischung aus Kulturen, Sprachen und Hautfarben. Nachdem die Erträge durch Zucker immer mehr zurückgingen, verlegte man sich im 19. Jahrhundert auf Kaffee und später auf Kakao. Anfang des 20. Jahrhundert avancierte São Tomé dann zum weltgrößten Kakaoproduzenten, geriet dann aber nach der Nelkenrevolution 1974 und dem Ende der Kolonialzeit in Vergessenheit. 

Optisch beherrscht wird die 48 km lange und 32 km breite Hauptinsel São Tomé durch den Pico Cão Grande, einen Monolithen, der über 350 m steil aus dem Urwald zu seiner Gesamthöhe von 660 m emporsteigt, die höchste Erhebung der gebirgigen Insel beträgt jedoch stolze 2024 m. 
Die kleine, nur etwa 16 km lange und 6 km breite Insel Príncipe liegt nur eine halbe Flugstunde von São Tomé entfernt unter einem dichten immergrünen Blätterdach, nur unterbrochen durch uralte Vulkangipfel und eingerahmt von fantastischen einsamen Stränden. 
Nur 10 % der etwa 200.000 Einwohner des Landes leben auf Príncipe. Und noch eine beeindruckende Zahl: auf Sao Tomé stehen 30 % des Landes unter Naturschutz und auf Príncipe sind es sogar fast 50 %. Beide Gebiete wurden zum Obô Nationalpark zusammengefasst und die südliche Hälfte der Insel Príncipe wurde 2012 zum Unesco Welt-Biosphären Reservat erklärt. Hier erlebt man Ökotourismus in seiner reinsten Form. 

Klima:
Durch die Lage nahe dem Äquator herrscht ein tropisches Klima mit teils sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen schwanken lediglich zwischen 23 und 30°C, Regenzeit ist von Oktober bis November und von April bis Mai, es gibt aber ganzjährig Niederschläge. Die Reisezeit mit den angenehmsten Temperaturen und den geringsten Regenfällen ist zwischen Juni und September.

Einreise: Keine Visumpflicht für deutsche, österreichische und schweizer Staatsbürger bei einem Aufenthalt bis zu 15 Tagen.

Vorgeschriebene Impfungen: keine. Malariaprophylaxe, Hepatitis A-Impfung empfohlen. 
São Tomé and Príncipe - Plantagen im Urwald © Scott Ramsay Love Wild Africa
São Tomé and Príncipe - Príncipe aus der Luft (© Scott Ramsay Love Wild Africa)
São Tomé and Príncipe - Buckelwal
São Tomé and Príncipe - Kinder überall...
São Tomé and Príncipe - Urwald trifft Meer (© Scott Ramsay Love Wild Africa)
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