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Kalahari Red Dunes Lodge   

Nur zwei Stunden südlich von Windhoek, in der Nähe von Kalkrand, liegt die Kalahari Red Dunes Lodge inmitten der Namen gebenden leuchtend roten Dünenlandschaft. Die ehemalige Schaffarm wurde von dem deutschen Apotheker Hermann Rohlfs zur schönen Öko-Lodge umgebaut.

Zwölf komfortable Hauszelte, die auf Stelzen am Rand eines Trockensees liegen, fügen sich bestens neben großen Kerzenbüschen in die Landschaft ein. Über einen 120 Meter langen Holzsteg erreichen die Gäste das Restaurant und die Bar der Lodge. Die Hauptgebäude sind ebenfalls auf Stelzen errichtet und um einen mächtigen, alten Kerzenbusch herum positioniert. In die große Aussichtsterrasse aus Holz ist ein Pool eingelassen, der angenehme Erfrischung bietet.

Zum Genuss der schönen Landschaft gibt es für Tierfreunde hier zusätzliche Freuden: Am Wasserloch der Lodge kann man mit ein wenig Glück Giraffen, Zebras, Gnus, Oryxantilopen, Springböcke, Steinböcke, Stachelschweine und Erdmännchen beobachten. Für Wanderer stehen bis zu 20 Kilometer ausgebaute und mit Trinkstationen ausgestattete Wege bereit. Für Jogger gibt es im Hartveld herrliche Strecken von 5 bis 20 Kilometer Länge.
 
Neben dem Tourismusbetrieb kümmert man sich hier mit einer Stiftung auch um den Anbau der Teufelskralle, einer bedrohten Wüstenpflanze, die auf dem Gelände vorkommt. Durch Übererntung des Wildbestandes in den letzten Jahren steht die Pflanze kurz vor der Ausrottung. Sie wird hauptsächlich nach Deutschland geliefert, wo sie zu einem Schmerz- und Rheumamittel verarbeitet wird.
Auf einem Teil der Farm hat die Stiftung nun ein Großprojekt zur Artenrettung begonnen. Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen jährlich 30.000 Teufelskrallen gezüchtet und auf die Plantage verpflanzt werden. Nach vier Jahren können dann die im ersten Jahr gepflanzten abgeerntet werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von Prof. v. Willert, der ausführliche Forschungsarbeiten an der Teufelskralle durchgeführt hat. Neben dem Artenschutz steht auch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Fokus. Die jährliche Produktion von etwa zehn Tonnen getrocknetem Wurzelmaterial soll vor Ort weiter verarbeitet werden.
Für die Gäste der Lodge werden auch Exkursionen zur Teufelskrallenplantage und angeboten. Wer glücklicherweise nicht an Rheuma leidet, kann am Abend zumindest ein Gläschen Teufelskrallenbitter an der Bar genießen.