Kongo

Kongo - das 'andere' Gorilla-Abenteuer

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Mboko Camp

Haben Sie schon einige Reisen ins südliche oder östliche Afrika hinter sich? Haben Sie schon Schwierigkeiten, etwas Neues, Aufregendes zu finden? Dann haben wir mit unserem Kongo-Abenteuer genau das Richtige für Sie.

Die Odzala Discovery Camps betreiben zwei Camps innerhalb des Odzala-Kokoua Nationalparks und ein drittes Camp in einer privaten Konzession angrenzend an den Park. Das langfristige Ziel der Organisation, die einer deutschen Philanthropin gehört, ist es, die gefährdeten Western Lowland Gorillas zu erforschen und zu schützen. Damit einher geht der Schutz des Regenwaldes. Erreicht werden soll dieses Ziel durch einen äußerst vorsichtig exerzierten Abenteuer-Tourismus mit minimalen Auswirkungen auf das Ökosystem. Daher sitzt man hier nur bei den nötigen Transfers im Geländewagen. Sonst bewegt man sich zu Fuß, per Boot oder Kajak.
 
Trotz des Tier- und Pflanzenreichtums ist Odzala jedoch keine Destination mit Hauptaugenmerk auf  Tierbeobachtungen, denn Waldbewohner sind generell sehr scheu und nicht so einfach zu finden wie Savannenbewohner. Odzala ist ein Ziel für abenteuerlustige, Afrika-erfahrene Reisende, die nicht mehr dem Zwang unterliegen, die Big 5 ‚abzuhaken‘. 
Völker, die primär Waldbewohner sind, praktizieren traditionell einen nachhaltigen Lebensstil, wobei der Wald als Speisekammer, Vorratslager und Apotheke genutzt wird und auch Grundlage der Naturreligionen und Kulturen ist. Dieser Sinn für Nachhaltigkeit findet sich erfreulicherweise auch in der Herangehensweise der kongolesischen Regierung an Themen wie Abholzung und Natur- und Wildschutz, und die Nationalparks und Naturschutzgebiete dienen mehr und mehr als Grüngürtel und Pufferzonen zwischen den Waldgebieten und den bewohnten Gebieten. Die Odzala Discovery Camps sehen sich in diesem Kontext als Bindeglied zwischen Ökotourismus und einheimischer Bevölkerung.

Die jährliche Regenmenge von etwa 1500 mm fällt vorwiegend in den zwei Regenzeiten (März bis Mai und Oktober bis November). Im Umkehrschluss heißt das dann, dass es von Juni bis September und Dezember bis Februar trockener ist, es kann jedoch auch in diesen Monaten regnen. Die Luftfeuchtigkeit ist allerdings niedriger.

Eigene Reise-Eindrücke:  
Normalerweise sind unsere Reisevorschläge ja eher neutral. Dass wir Ihnen nur Touren und Camps vorschlagen, die wir empfehlen können, ist selbstverständlich. Bei dieser Reise in den doch eher unbekannten Teil des "schwarzen Kontinents“ ist es aber vielleicht doch hilfreich zu wissen, wie meine  eigenen Erfahrungen waren - und wenn ich ehrlich bin, war ich spätestens beim Anblick der Bilder der ‚Wasser-Wanderungen‘ nicht mehr so sicher, ob dies die richtige Tour für mich ist, obwohl ich im Laufe der Jahre doch schon an vielen außergewöhnlichen Exkursionen teilgenommen habe.
Jetzt bin ich allerdings sehr froh, dass ich mich nicht habe abschrecken lassen, denn dies war eine meiner schönsten und im positiven Sinne aufregendsten Reisen durch Afrika! Und neben den Gorilla-Beobachtungen waren gerade die Exkursionen durch die Sumpfwelt das, was mir am meisten Spaß gemacht hat. Also, trauen Sie sich!
Ihre Gabriele Rimböck
 
 
 
1. Tag: Brazzaville
Die Tour beginnt mit einer Nacht in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo. Schon beim Anflug wird man von den Ausmaßen dieses Flusses beeindruckt, der sich zwischen den beiden Hauptstädten der beiden "Kongos“, Brazzaville und Kinshasa, ausdehnt. Nach dem Einchecken im  Radisson Blu Hotel (ÜF) steht eine kurze City Tour auf dem Programm und Sie werden sicher einen Abstecher auf den Poto Poto Markt unternehmen.



2. Tag: Ngaga Camp

Von Brazzaville aus fliegen Sie in einem äußerst bequemen zweimotorigen Charterflugzeug in etwa zwei Stunden in den Nordwesten des Landes. Am Airstrip werden Sie bereits erwartet, denn von hier aus geht es im Geländewagen quer durch den Odzala-Kokoua Nationalpark zum Ngaga Camp, das in einer privaten Konzession an der westlichen Grenze des Parks liegt. Die 6 Chalets wurden aus den Blättern der Raffia Palmen gefertigt und stehen auf 3-4 m hohen Holzplattformen mit Blick auf den dichten Wald. Die Einrichtung ist einfach und doch komfortabel, private Dusche und Toilette gehören ebenso dazu wie der Ventilator und das Moskitonetz, das das Bett großzügig umgibt.
Auf einem kleinen Hügel oberhalb der Chalets liegt das Haupthaus mit Dining Room, Lounge und Bar, ebenfalls auf einer Holzplattform errichtet. Nachdem Sie die Stufen zum Haupthaus erklommen haben, erreichen Sie jedoch zuerst das ‚Star Deck‘ mit seiner großen Feuerstelle in der Mitte. Dies ist eindeutig der beste Platz, um den Blick auf den Regenwald zu genießen. Und im nahen Ngaga Flüsschen gibt es mit dem River Deck noch einen besonderen Platz für ‚post forest walk drinks‘, allerdings endet es meist doch damit, dass die Stühle im kühlen Wasser und nicht auf dem Deck stehen, denn nach einer Wanderung gibt es nichts Besseres.
 
Ngaga Camp

Zur Einstimmung in die nächsten Tage unternehmen Sie heute Nachmittag eine entspannte Wanderung durch den Urwald. Ein gut unterhaltenes Netz von Trails bietet beste Gelegenheiten für Vogelbeobachtungen und auch verschiedene Primatenarten wie Guereza Colobus Monkeys (Mantelaffen) oder Putty Nosed Monkeys (Große Weißnasenmeerkatzen) kann man mit etwas Glück aufspüren. Oft sieht man die Schlafnester von Schimpansen und die spitzen Schreie dieser sehr aktiven Tiere sind weithin zu hören. Im dichten Urwald ist es allerdings nicht leicht, sie zu entdecken. Auf den Wanderungen konzentriert man sich daher mehr auf die einfacheren "Beutetiere“ wie etwa die spektakulären Schmetterlinge oder Eichhörnchen und auch die raffiniert konstruierten Termitennester, die sich an die Bäume schmiegen.

3. und 4. Tag: Ngaga Camp - Gorilla Tracking
Das Gorilla Tracking in Ngaga unterscheidet sich erheblich von den Touren in Uganda oder Ruanda. Nicht umsonst heißen die Tiere hier Flachland Gorillas! Vom Camp aus hat man nur einen kurzen Anstieg zu bewältigen, dann geht es eben weiter. Die Tracking Gruppe besteht aus maximal 4 Gästen plus Tracker und Guide. Der Tracker weiß aus Erfahrung und den Beobachtungen der letzten Zeit, in welchem Gebiet sich welche Gorilla Familie mit großer Wahrscheinlichkeit aufhält. Sobald man ihnen näher kommt, geht es hinein ins dichte Unterholz. Jetzt muss man einen Mundschutz tragen, denn die Tiere sind sehr anfällig für Infektionskrankheiten. In der Konsequenz heißt das dann natürlich, wenn ein Gast krank ist oder auch nur eine Erkältung hat, wird er gar nicht erst mitgenommen.

Durch die langjährigen Bemühungen der Forscher Dr. Magda Bermejo und German Illera wurden bisher zwei Gorilla-Familien ‚habituated‘, d.h. an die Gegenwart von Menschen gewöhnt. Eine dritte Familie wird ebenfalls bald so weit sein. Da es kein anderes Camp im Schutzgebiet gibt, kann jeder Gast jeden Tag eine Tour unternehmen. Wenn man dann die Gruppe aufgespürt hat, darf man sich eine Stunde in ihrer Nähe aufhalten. Durch das dichte Blattwerk ist es manchmal nicht einfach, mit ihnen mitzuhalten, aber auch das ist Teil des Abenteuers. Und wie das so ist in der freien Natur, eine Garantie, die Familie zu sehen, gibt es nicht - aber die große Erfahrung der Tracker und Guides ist ein Garant für ein aufregendes Tiererlebnis. Wenn dann der erste Überschwang der Gefühle in Fotos und Filmen festgehalten wurde, sollte man Kameras und Handys weglegen und einfach nur genießen.
 


Nach einer Stunde bei den Gorillas geht es dann wieder zurück zum Camp. Am Nachmittag kann, wer mag, noch einen Forest Walk unternehmen. Die beste Erfrischung danach ist ein Fußbad in einem seichten ausgewaschenen natürlichen Pool im kühlen Ngaga Flüsschen unterhalb des Camps.

Nach dem Dinner versammelt man sich ums Feuer oder in der Lounge für ein zwangloses Informationsgespräch mit den Forschern oder den Guides über das Forschungsprojekt im Besonderen und die Region mit den spezifischen Herausforderungen durch das Urwald-Ökosystem. Wer danach noch Energie hat, sollte auf alle Fälle mit auf einen Night Walk gehen. Nicht selten kann man dabei nachtaktive Tiere wie Bushbabys entdecken, für den seltenen Potto (Loris) oder einen Angwantibo (Bärenmaki) braucht man etwas mehr ‚Jagdglück‘.

5. bis 7. Tag: Lango Camp
Im Geländewagen geht es heute vorbei am Mbombo Village durch den Odzala-Kokoua National Park zum Lango Camp. Die Unterbringung erfolgt in ähnlichen Chalets wie in Ngaga, die am Rande einer großen Lichtung stehen. Diese ‚Bais‘ sind Hauptanziehungspunkte für die Waldbewohner, denn hier finden sie nicht nur Wasser sondern vor allem Minerale und Salze, die zum Überleben notwendig sind.
Von Lango aus unternimmt man ausgedehnte Wanderungen an der Bai und durch den umliegenden Wald. Und dabei wird es so richtig abenteuerlich, denn man muss hi und da auch einen Wasserlauf oder Sumpf durchqueren und dann reicht das Wasser schon mal bis über die Hüfte. Aber allen Vorstellungen und vielleicht auch Ängsten zum Trotz, ist dann alles ganz harmlos und macht sogar riesigen Spaß. Nur den Schuhen bekommt diese Art der Fortbewegung so gar nicht, denn einmal nass, werden sie bis zur nächsten Wanderung gar nicht erst wieder trocken und was man im Überfluss dabei haben sollte, sind ‚Wegwerfsocken‘.
 
 
 
Die Landschaft setzt sich aus Savannne, Marschland, Sumpf- und Galeriewäldern zusammen und ist Heimat für Waldelefanten, Waldbüffel sowie das Red River Hog (Riesenwaldschwein) und bis zu acht Affenarten. Besonders gefeiert wird, wer das seltene Bongo, eine der größten Antilopenarten, zu Gesicht bekommt.

Wenn man endgültig nicht mehr in nassen Schuhen wandern möchte, ist der beste Platz zum Beobachten und Entspannen die große Terrasse des Hauptgebäudes, das am Rande der Bai steht.
 
Langa Camp
 
8. bis 10. Tag: Mboko Camp
Im Landrover geht es zum Mboko Camp, dem größten Camp der Gruppe. Hier wohnt man in einem der 12 geräumigen Zelthäuser mit privatem Badezimmer, die entlang des Lekoli River erbaut sind. Vom großen Hauptgebäude aus überblickt man das weite offene Grasland, das mit einer Vielzahl großer bizarrer Termitenhügel gespickt ist. 
 
Von Mboko aus unternehmen Sie Touren im Motorboot oder in einer traditionellen Piroge auf dem Lekoli River auf der Suche nach den scheuen Waldtieren. Flusspferde sind hier ein sehr seltener Anblick und auch die hier vorkommenden Krokodile sind eher von der harmlosen, kleinen Sorte wie z.B. das Afrikanische Zwergkrokodil. Schimpansen gibt es viele, allerdings hört man sie eher, als sie zu sehen. 
 
Wer sich im Wasser wohl fühlt, kann im meist seichten Likeni River schwimmen, aber Achtung - wenn man in die Strömung gerät, immer mit den Füßen voraus, um sich von eventuell unter der Wasserlinie liegenden Baumstämmen abstoßen zu können. Das ist nicht ganz ungefährlich…
 
 

Nicht ganz so aufregend, aber trotzdem abenteuerlich, ist eine Tour im Kayak auf dem Lekoli  River flussabwärts. Die leichte Strömung macht die Fortbewegung fast mühelos und meist kann man sich treiben lassen und das Gefühl der Abgeschiedenheit und Ruhe einfach genießen. Der perfekte Ort, eine Bootstour oder Wanderung zu beschließen, ist das River Deck am Lekoli, wo bequeme Liegestühle und kühle Drinks schon warten.
 
11. Tag: Rückreise
Heute endet unsere Urwald-Safari mit dem Flug zurück nach Brazzaville. 
 
 

Die Tour wird auch als 8-Tage Package angeboten:
1. bis 3. Tag: Ngaga Camp
4. Tag: Mboko Camp
5. und 6. Tag: Lango Camp
7. Tag: Mboko Camp
8. Tag: Abreise

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